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KRFD plädiert für besseren Zugang zum ÖPNV

von Büro Mönchengladbach - MV und Redaktion BV-LV - Elisabeth Froehlich

Thema im Landtag NRW: Mobilität für Kinderreiche (Bild Plenarsaal: Moritz Kosinsky / Wikipedia)

Düsseldorf/Mönchengladbach. Die Situation von Großfamilien rund um alle Fragen der Mobilität stand auf dem Plan bei einem Gespräch mit Mitgliedern der CDU-Arbeitskreise „Familie, Kinder und Jugend“, „Heimat, Kommunales, Bauen und Wohnen“, sowie „Verkehr“ im Landtag des Landes Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf.

Die KRFD-Vertreter haben die Gelegenheit genutzt, die Politiker auf derzeitige Schieflagen und hinderliche Strukturen bei der Nutzung des ÖPNV besonders für Familien aufmerksam zu machen. „Wenn vergünstigte Tickets auf Verkehrsverbünde oder Schulwege beschränkt sind, dann steigen die Kosten sehr schnell an, sobald man sich in einem anderen Verkehrsverbund bewegt“, erläutert Markus Schubert, KRFD-Mitglied und Gesprächsteilnehmer. Häufig sei das Elterntaxi die günstigste Lösung, so Schubert. „Wenn wir in Zukunft selbstständige und agile Erwachsene haben möchten, dann sollten wir ihre Mobilität bereits als Kinder und Jugendliche fördern“, erklärt Isabell Gronack-Walz, KRFD -Vorsitzende in NRW. „Schule, Hobby, Ehrenamt sind die Übungsfelder für die Erwachsenen von morgen und da müssen wir unnötige Hürden abbauen“, so Walz.

„Dauerhaft muss es das Ziel sein, den ÖPNV für Kinder und Jugendliche so kostengünstig und effektiv zu gestalten, dass die Kinder selbständig werden, Straßen und Parkplätze entlastet werden, Familien Zeit sparen und am Ende auch noch die Umweltbilanz positiv ausfällt“, so Dr. Elisabeth Müller, Bundesvorsitzende des KRFD und auch mit dabei in Düsseldorf.

Als gelungen beurteilten die KRFD-Vertreter das SchönerTagTicket in NRW. Mit diesem Ticket darf eine Person mit beliebiger Anzahl eigener Kinder bzw. Enkelkinder bis einschließlich 14 Jahren sowie einer weiteren Person fahren. Best-Practice Beispiele konnten auch aus anderen Bundesländern genannt werden: So kann in Berlin das Tagesticket als Familienticket eingesetzt werden, das die Mitnahme von bis zu drei Kindern gestattet. Eine gute Idee liefert auch die bayrische Landeshauptstadt München mit ihrem Jugendticket, bei dem junge Erwachsene von 15 bis 20 Jahren zum halben Preis fahren. Auch das kürzlich in NRW eingeführte AZUBI-Ticket wurde von den Verbands-Vertretern positiv hervorgehoben und zugleich vorgeschlagen, es auch auf Praktikanten auszuweiten.

„Mobilität ist für Familien ein Kernthema, denn es kann ein Mehr an gemeinsamer Zeit, ein Mehr an Selbständigkeit der Heranwachsenden und ein Weniger an Autoverkehr und Umweltbelastung bedeuten“, so Müller.

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