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Vincent Wehler ist Bauer im Kinderdreigestirn von Köln

von Redaktion NRW

Jungfrau Lara, Prinz Leon I., Bauer Vincent

Interview mit Vincent Wehler

 Lieber Vincent, was bedeutet Dir und Deiner Familie der Karneval?
Sehr viel, wir feiern alle gern Karneval und freuen uns jedes Jahr darauf.

 Hast Du Dir schon länger gewünscht, im Kölner Dreigestirn mitzumachen?
Und wie hast Du es geschafft, Teil des Dreigestirns zu werden? Ja, ich wollte schon länger beim Kinderdreigestirn dabei sein. Ich habe mich beim Festkomitee beworben und wurde dann zum Casting eingeladen. In einem Vorstellungsgespräch ich musste verschiedene Fragen beantworten, z.B. über die Ornate der einzelnen Personen des Dreigestirns oder ob ich Kölsch spreche und wie wir mit der Familie Karneval feiern.

 Wie sieht Dein Alltag als amtierender Kinderbauer aus? Was ist anders seit dem 11.11.2013?
Vor Weihnachten hatten wir einige Proben, bis wir das Lied, die Tanzschritte und alles andere gut beherrscht haben. Wir waren auch in einem Tonstudio, um die CD aufzunehmen. Am 12. Januar fand dann die Proklamation durch den Kölner Oberbürgermeister und den Präsidenten des Festkomitees statt. Da wir in diesem Jahr eine lange Session haben, haben wir nicht jeden Tag Auftritte. An Tagen mit Auftritten treffen wir uns in Ossendorf bei Familie Conin mit allen Kindern des Kinderdreigestirns und den Pagen und Gardisten. Dort ziehen wir unsere Ornate an und werden ein wenig geschminkt. Dann fahren wir mit zwei großen Autos zum jeweiligen Auftrittsort. Im Auto ist immer schon richtig Stimmung, wir hören laut Musik und singen mit – oder wir erzählen uns etwas. Die Auftritte können in den großen Sälen Kölns sein, wie z.B. im Gürzenich oder in den Sartory Sälen, aber auch in Altenheimen, Kindergärten oder auf kleinen Pfarrsitzungen. Unser Auftritt besteht aus Einmarsch, Vorstellung, Rede, Lied mit Tanz, Verabschiedung und Ausmarsch. Oft bekommen wir einen Orden, manchmal auch noch Süßigkeiten oder ein Geschenk. Wenn wir nach den Auftritten wieder in Ossendorf ankommen, hört man uns schon von weitem, weil wir so laut singen. Manchmal fühlt man sich ein bisschen wie ein Promi, aber am schönsten ist es, den Menschen Freude zu bringen.

 Bei all den neuen Aufgaben, die gerade auf Dich zukommen, bekommst Du wenigstens öfter schul- und hausaufgabenfrei?
Zwei mal bekomme ich ganz schulfrei – an Weiberfastnacht und an einem weiteren Tag, wo wir vormittags Schulen und Kindergärten besuchen. Manchmal darf ich etwas früher aus der Schule gehen. Die Hausaufgaben muss ich aber wie alle anderen Kinder immer machen, wenn ich sie auch manchmal nachliefere.

 Wie schaffst Du es, alle Veranstaltungen zu besuchen und Dich vorzubereiten?
Wie unterstützt Dich Deine Familie dabei (Fahrdienste, Motivation…)? Ich werde immer nach Köln-Ossendorf gebracht, wo wir uns treffen, und von dort auch wieder abgeholt. Wir sind eine total nette Truppe im Kinderdreigestirn und mit allen Pagen und Gardisten, die uns begleiten. Wir haben immer so viel Spaß, dass ich mich auf jeden Auftritt freue.

 Einer Deiner Brüder war auch schon mal Bauer im Dreigestirn. Kann er Dich besonders gut unterstützen? Ist er ein Vorbild für Dich?
Clemens hat mir viel erzählt, wie es bei ihm vor 9 Jahren war. Wir haben uns auch die Fernsehaufnahmen und Bilder angeschaut. Mittlerweile hat sich manches verändert,

 Auf welchen Moment der Session freust Du Dich am allermeisten? Was ist der Höhepunkt Deines Amtes?
Oder gab es vielleicht schon einen besonders schönen Moment? Am meisten freue ich mich auf den Rosenmontagszug; da dürfen wir auf einem eigenen Wagen mitfahren und gaaanz viele Kamelle werfen. Wir haben schon viel Schönes erlebt. Sehr aufregend war die Proklamtation vor über 1000 Gästen im Theater am Tanzbrunnen. Besonders schön war die offizielle Wagenübergabe am Blaue Funken Turm.

 Und auf was freust Du Dich nach Aschermittwoch am meisten?
Auf meinen Geburtstag am 8. März und darauf, dass ich wieder regelmäßig mit Freunden spielen und zum Hockey- und Fußballtraining gehen kann.

 

Herzlichen Dank!

 

 

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